Übersetzungsfehler, die Kanzleien Millionen kosten — und wie man sie vermeidet
Einleitung
Genaue juristische Übersetzungen sind essenziell für grenzüberschreitende Verträge, Schieds- und Gerichtsunterlagen, Discovery-Dokumente, Unternehmensdokumente und regulatorische Einreichungen. Bereits ein falsch übersetzter Begriff, ein falsch gesetztes Satzzeichen oder eine missverstandene Klausel kann die rechtliche Bedeutung eines Vertrags verändern, Haftungen verschieben, rechtliche Argumente schwächen oder Verfahren verzögern.
Jedes Jahr erleiden US-Kanzleien finanzielle Verluste, Glaubwürdigkeitsprobleme und Verfahrensnachteile aufgrund von Übersetzungsfehlern, die mit der richtigen sprachlichen und juristischen Expertise hätten vermieden werden können.
Dieser Leitfaden fasst die häufigsten Gründe für fehlerhafte juristische Übersetzungen zusammen, zeigt anonymisierte Fallbeispiele aus internationalen Streitigkeiten und gibt Best Practices, wie Sie Ihre Mandanten vor kostspieligen Risiken schützen können.
Warum juristische Übersetzungen scheitern
Juristische Übersetzung erfordert mehr als nur Zweisprachigkeit — sie verlangt ein tiefes Verständnis der jeweiligen Rechtssysteme, juristischer Fachbegriffe und der konkreten Auswirkungen jeder Klausel:
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Fehlinterpretation von Rechtsbegriffen (z. B. „consideration“, „security interest“)
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Falsche Übertragung rechtsordnungsspezifischer Konzepte
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Grammatik- oder Interpunktionsfehler, die Bedeutung verändern
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Wörtliche Übersetzungen standardisierter juristischer Klauseln
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Mangelndes Fachwissen in Fachgebieten wie Finanzen, Technik oder Regulierung
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Inkonsistente Terminologie bei großen multilingualen Dokumentensätzen
Anonymisierte Fallbeispiele
Fall 1 – Falsch übersetzte Schiedsklausel verlängert Verfahren
Eine Schiedsklausel wurde in einer Fremdsprache so übersetzt, dass sie schwächere rechtliche Wirkung hatte, was zu 7-monatiger Verzögerung und 2,4 Mio. $ Mehrkosten führte.
Fall 2 – Inkonsistenzen in Discovery-Dokumenten untergraben Beweislast
In technischen Streitfällen führten uneinheitliche Übersetzungen technischer Begriffe zu einem vollständigen Nachprüfungsauftrag, mit 680.000 $ Zusatzkosten und einer 11-wöchigen Verzögerung.
Fall 3 – Regulatorische Einreichung abgelehnt
Maschinell übersetzte regulatorische Unterlagen enthielten über 40 Fehler (z. B. falsche Dosierungseinheiten) und verzögerten die Markteinführung um 6 Monate, mit einem geschätzten Opportunitätsverlust von über 12 Mio. $.
Dokumenttypen mit hohem Risiko für teure Übersetzungsfehler
Zu besonders risikobehafteten Dokumenten gehören:
• Kommerzielle Verträge und Gesellschaftsverträge
• Schieds- und Zeugendokumente
• Anteilskaufverträge (SPAs)
• Patent- und Lizenzunterlagen
• Immobilien- und Finanzberichte
• Medizin-rechtliche und Versicherungsunterlagen
• Migrations-, Compliance- und regulatorische Einreichungen
• Technische Anhänge oder Produktdokumentationen
• Multilinguale Discovery-Sets
Best Practices für Kanzleien
Um Übersetzungsrisiken zu vermeiden, empfiehlt der Leitfaden:
✔ Juristisch ausgebildete oder rechtsgebietsspezialisierte Übersetzer einsetzen
✔ Bilinguale Terminologiedatenbanken erstellen
✔ Mehrstufige Prüfung: Übersetzung → Lektorat → juristische Überprüfung
✔ Einheitliche Klauselvorlagen standardisieren
✔ Strikte Vertraulichkeits- und Sicherheitsprotokolle beibehalten
✔ Vermeidung von reiner maschineller Übersetzung bei bindenden juristischen Dokumenten
Wie Kalite Legal Translations Kanzleien unterstützt
Kalite Legal Translations bietet unter anderem:
• ISO-konforme, juristisch ausgerichtete Workflows
• Senior-Linguisten mit juristischen Qualifikationen
• Strikte Vertraulichkeit und sichere Dateiübertragung
• Terminologiekonsistenz über Translation Memory-Systeme
• Erfahrung in Schieds- und Gerichtsverfahren sowie Unternehmenskontexten
• Skalierbare Teams für große oder dringende Projekte
Typische Praxisbereiche sind: Wirtschafts- und Handelsrecht, Internationale Schiedsgerichtsbarkeit, Gesellschafts- und M&A-Recht, Geistiges Eigentum, Pharma- und Life-Sciences-Regulierungen, Steuern, Banken- und Finanztransaktionen, Migration und Compliance.
Fazit
Juristische Übersetzungsfehler sind teuer, aber vermeidbar. Durch Fachwissen, strukturierte Workflows, mehrschichtige Überprüfung und konsistentes Terminologiemanagement können Kanzleien Verzögerungen vermeiden, ihr finanzielles Risiko minimieren und die Interessen ihrer Mandanten schützen.
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